Sonntag, 29. August 2021

Specht Exkursion auf dem Guyer-Zeller-Weg in Bauma

 Fünf Eisvögel von 6-13 Jahren sind von Winterthur nach Bauma gereist. Dort wandern sie mit drei Begleitpersonen in Richtung Hohenegg.
Am Dorfrand von Bauma entdecken wir ganz besondere Bilder an einer Mauer. 

Wer hat die schönen Bilder gemalt? 


Ein älterer Herr begrüsst uns - der Herr Ochsenbein. Er ist der Künstler und auch ein grosser Sammler! Er zeigt uns viele interessante Dinge und Fotos. Z.B.: Ein Hirschgeweih, ein Hornissennest, Vogelnester, und was uns im Moment besonders interessiert sind eine Spechtschmiede vom Buntspecht und eine Höhle des Schwarzspechts.



Nach den vielfältigen Erzählungen von Herrn Ochsenbein ziehen wir weiter. Wir üben den Umgang mit dem Feldstecher, wir lernen etwas über die verschiedenen Spechte in diesem Gebiet: Schwarzspecht, Buntspecht, Grünspecht und Dreizehenspecht. Wir betrachten Bilder von Spechtspuren an Bäumen.    Z. B. das "Ringeln" oder Spechthöhlen. Und was nennt man wohl einen "Flötenbaum"?

 Wir entdecken einige "Flötenbäume".




Wie viele Brücklein haben wir wohl überquert?


 Angelangt auf der Hohenegg. 

Der höchste Punkt befindet sich auf  921m ü.M.
Wir hören fünf Minuten auf alle möglichen Geräusche: Leider sind fast nur Motoren zu vernehmen von Flugzeugen, Traktoren und Autos. Eine kleine feine Stimme singt dazwischen: Sie kommt vom Sommergoldhähnchen.
Der Dreizehenspecht wurde hier einige Male beobachtet. Uns möchte er sich leider nicht zeigen und er lässt auch nichts von sich hören.
Schliesslich spielen wir selber "Specht"- mit Hammer und Stechbeutel versuchen wir an einem gefällten Baum am Wegrand ein Loch hinein zu schlagen, so wie es der Specht tut. Das Loch wird nicht sehr gross, aber dafür finden wir zwei fette Larven im Stamm - Die Nahrung des Spechts!


Wir setzen uns an den Waldrand, geniessen eine                                                                 Pause und essen unseren Lunch.




Es gäbe noch Vieles zu entdecken..., doch nun wird es Zeit, wieder ins Tal hinunter zu steigen. Schon bald fährt der Zug zurück nach Winterthur.
Auf Wiedersehen - Es war ein besonderer Morgen!


Sonntag, 27. Juni 2021

Schleiereulen beringen im Taggenberg






Der Eulenvater Stefan begrüsst uns an diesem wunderbaren Sonntagmorgen beim Bauernhof Taggenberg. Eisvögel, Eltern, ein Götti und Familienmitglieder interessieren sich für die Schleiereulen.
Stefan kann uns alle begeistern mit viel Wissen rund um die Eulen und ihre Jungen.
Besonders beeindruckt uns eine Zahl: Die 5! Fünf Mäuse kann ein Jungtier pro Nacht verdauen. 
Hat die Eulenmama 8 Junge, so wie hier in Wülflingen, gibt das eine einfache Rechnung: 8x5.
Also 40 Mäuse fangen in jeder Nacht!!


Schön, wenn man so ein Tier von ganz nahe ansehen und sogar berühren darf.


Aber auch aus der Ferne sind wir beeindruckt.


Und was kommt denn nun aus dem Korb heraus?
Es sind 8 verschieden alte Eulenkinder. 
Das Jüngste trägt noch das Daunenkleid und seine Augen sind fest geschlossen.
Bei den älteren Geschwistern ist das Federkleid bereits gut ausgebildet 
und sie blinzeln ein wenig in die Welt hinaus.
Es macht grosse Freude, die Jungvögel in den Händen zu halten und zu spüren, wie ihr Herzchen pochen.












Schliesslich erhalten die Kleinen alle einen Metallring mit Nummer und danach werden sie wieder zurückgebracht in den Nistkasten.


Aus der Nachbarwohnung verabschiedet uns ein Turmfalke.
Wunderbar, was wir hier auf diesem Hof erfahren und erlebt haben.




Samstag, 20. März 2021

Arbeiten an unsern Weihern

 

Winterlich verschneite Weiher erwarten uns an diesem Märzmorgen im Eschenbergwald.

Aber endlich können wir hier mal wieder etwas Licht in dieses Biotop bringen, damit es mehr Platz für viele Blumen, Insekten, Libellen und Vögel gibt. Beim Arbeiten bekommen die 5 Eisvögel und die 4 Erwachsenen dann schnell warm!

Der neue Jugendgruppen-Fotoapparat wird eingeweiht und das Rotkehlchen liess sich wunderschön von Thea ablichten. Auch die Märzenblüemli im Schnee hat Simon schön fotografieren können. 


Kaum waren wir an den Weihern angelangt und hat Regina erklärt, welches Ahorn und Eschen sind, die wir herausschneiden wollen, machten sich die Kinder mit Säge und Gartenschere an die Arbeit.

Viele abgeschnittene Stämmchen wurden auf einen Haufen
getragen.
Auch das Werkzeug macht mal Pause!

Diese Weiden lassen wir stehen! Hier hat eine Libellenart, die Weidenjungfer, ihre Eier unter die Rinde gelegt. 


Aus dem Dickicht ist wieder ein lichter Wald geworden!

... und ein Brücklein und ein bequemes Beobachtungssofa ist entstanden.


Sonntag, 29. November 2020

Abendexkursion im nebligen Eschenbergwald

Wir verabreden uns abends um halb Fünf beim Bruderhaus. Es ist kühl und neblig und wir treffen uns trotz dem unfreundlichen Wetter mit sieben Kindern, einem Jugendlichen, einem Mami und drei Leitern. Wir wollen zum Jahresschluss einmal in den Abendwald hineingehen: Was werden wir sehen im schwachen Licht, was hören und riechen? 

Wir spazieren zunächst durch den Tierpark Bruderhaus. Die Wildschweine sind in Bewegung und wir können ihnen wunderbar zusehen. Die"Eisvögel" erhalten den Auftrag, auf Schiefertafeln eine rasche Skizze zu machen.


Es dämmert. Trotzdem entdecken ein paar Kinder beim Weitergehen einen Luchs, der elegant den Bach über einen Baumstamm überquert. Nahe am Luchsgehege riechen wir eine Duftmarke des Luchses. Wie sieht wohl dieses Tier aus?
 

 

Ein Ruf aus dem Wald lässt uns aufhorchen: Ist das ein Waldkauz? Hören wir ihn vielleicht noch einmal deutlicher?

Wir verlassen den Tierpark und wandern in den dunklen Wald hinein. Wir ermuntern die Kinder, aufs Licht der Taschenlampe zu verzichten. Was sehen unsere Augen, wenn sie sich an die Dunkelheit gewöhnen? Für Einige ist es auf engen Waldpfaden eine kleine Mutprobe. Es ist still im Wald. Wir hören unsere eigenen Schritte und unser Reden und sonst kaum etwas. Leider auch kaum Tierlaute.
Bald sind wir beim Eschenbergturm und steigen hoch.
 
Die Stadt mit ihren Lichtern zieht unsere Blicke auf sich: Was ist das dort und die helle Fläche...usw.?
Dann wenden wir uns dem grossen dunklen Eschenbergwald zu. Was hören wir? Ein Bellen... vielleicht ein Fuchs?
Der Unterschied vom Licht aus der Stadt und der Dunkelheit aus dem Wald ist extrem!
Wieder unten auf dem Boden ruft uns leise ein Käuzchen zu. Wo ist es? Wir müssen genau hinhören, um das Versteck von Regina mit einem Plüschkäuzchen zu finden. Auch dieses Waldtier versuchen wir in der Dunkelheit mit weisser Kreide auf die schwarzen Tafeln zu zeichnen. Das funktioniert erstaunlich gut! Es gibt einige Talente unter uns!
Zum Abschluss entzünden wir rasch ein grosses, wärmendes Feuer. Bis es bereit ist zum Bräteln, basteln wir eine Kauzpfeiffe. Ab und zu ertönt ein HUU, HUU.
Gebratene Äpfel, Brot, Würste... bald riecht es wunderbar über dem Feuer.











Auf Wiedersehen im 2021!



Samstag, 24. Oktober 2020

Herbstarbeit im Tälenholz


 Trotz eher feuchter Wetterprognose versammeln sich am Samstag morgen 10 Kinder und Jugendliche und ihre drei Leiterinnen in Eidberg, gut ausgerüstet mit Gummistiefeln und Regenhosen. Auch einige Erwachsene begleiten uns zum Naturschutzgebiet Tälenholz im Heitertal. Hier erwartet uns Regina und hat schon alles gut vorbereitet und das Arbeitsmaterial bereitgelegt. Die Kinder sind schon sehr gut informiert, warum es sich lohnt, Laub weg zu rechen und Bäumchen zu fällen: spezielle Pflanzen wie Orchideen oder besondere Schmetterlinge und Insekten gefällte es besser im lichten Wald. 

Gross und Klein machen sich mit Rechen ausgerüstet an die Arbeit und bis zur Znünipause ist ein grosser Teil des gemähten Materials in langen «Maden» zusammengetragen. 

Zwischendurch bleibt aber auch immer Zeit, um sich umzuschauen, eine schöne Blindschleiche oder kleine Grasfrösche zu beobachten. 

Nach der Pause sind die 7 Jungs mit viel Krafteinsatz und ebenso viel Begeisterung und Ausdauer dabei, kleine Bäumchen aus einer Hecke zu sägen. Mit den Stämmchen wird eine Brücke gebaut über den kleinen Bach. Obwohl es zeitweise recht chaotisch aussieht, ist am Schluss die Brücke gebaut und die vorigen Äste sind schön auf Haufen aufgetürmt. 

Aber auch die drei Mädchen sind mit viel Kraft und Energie daran, schwere Schlammmocken aus den Unkenteichen zu fischen. So haben die Unken im Frühjahr wieder schöne Tümpel, die sie zur Fortpflanzung nutzen können. 

Um 12 Uhr scheint die Sonne auf gerechte Hänge, Brücklein sind gebaut, Tümpel ausgegraben, Stiefel und Kleider schön nass und matschig und Kinder etwas müde aber zufrieden und glücklich über gemeinsam geleistete Arbeit.