Samstag, 17. Januar 2026

Mit Fisherman an der Töss

 


Das erste Mal im neuen Jahr treffen wir uns wieder an einem frostigen Morgen im Januar.
Bilder von Tieren, die in und an der Töss leben, hängen an der Scheibe der Turnhalle. Wir betrachten sie durch den Feldstecher und erkennen sie nach und nach:
Ein Eisvogel, ein Graureiher, ein Gänsesäger-Pärchen, ein Stockenten-Pärchen, ein Biber, eine Wasseramsel und eine Bergstelze. Wir ordnen ihnen Futter zu und Bilder ihrer Füsse und Schnäbel.

Wie halten sich die Tiere nur warm in dieser Kälte?
Es gelingt mit Daunen und Einfetten der Federn, damit das Wasser abperlt nach dem Tauchen.




Angefangener Biberdamm, hier haben wir den Biber aufgeschreckt!

Was können wir wohl in Natura sehen?
Voller Erwartung gehen wir auf die Tössbrücke. Hui... Was pfeilt glänzend blau durch die Luft?
 "En IIsvogel" lueged en IIsvogel!"
Tatsächlich haben die meisten von uns einen Blick erhascht auf einen echten Eisvogel; wie schön!
Ebenso entdecken wir ein Stockenten-Paar.
Etwas später sehen wir eine ganze Gruppe hübscher Krickenten. Wir freuen uns!


Wir spazieren über die Uferböschung weiter und bald fallen uns hier und da deutliche Spuren vom Biber auf, wie z.B. abgeknapperte Äste im Wasser oder gefällte Sträucher mit Frassspuren.




In der Kiste aus dem Naturmuseum befinden sich noch mehr interessante Sachen: 
Ein Biberfell zum Anfassen: Oh wie weich ist das!
Ein Schädel, Musterzähne, Kotbeispiele, ein Augenpaar... so spannend!
Mit dem Muster einer Hinterpfote drücken wir Spuren in den Schnee und staunen, wie gross sie ist. Und wir entdecken dann tatsächlich eine echte Spur der Hinterpfote im Schnee!


Nach dem Znüni marschieren wir auf die andere Seite der Töss. Das wärmt uns etwas auf und auch die Sonne drückt durch die Wolken. Wir wollen sehen, ob die Fotokamera, die Gabi montiert hat, uns ein Bild des Bibers zeigt.
Wir stampfen in die Nähe des Biberbauwerks und da auf einmal taucht ein Biber unter den Ästen hervor und schwimmt ganz ruhig an uns vorbei Töss abwärts! Dort schlüpft er in ein anderes Versteck aus Ästen. Was für ein tolles Erlebnis!
Erwischt! Entdeckt ihr hier den Biber?








Samstag, 29. November 2025

Rekorde in der Vogelwelt

 Samstag, 29. November 2025

Fisherman, unser Maskottchen begrüsst uns. Er ist ganz aufgeregt: "Ich habe gewonnen!" ruft er.

Was hat der kleine Eisvogel gewonnen? Er ist gewählt worden zum "Vogel des Jahres 2026"!

Regina, eine ehemalige Leiterin der Jugendgruppe, ist heute bereits um acht Uhr losmarschiert. Sie hat acht Posten im Wald aufgehängt. 

Auf jedem Plakätli steht eine Frage; z.B.: Welcher Vogel im Eschenbergwald ist am kleinsten und am leichtesten? Ist es der Zaunkönig? Dann führt der Weg nach links weiter, ist es das Goldhähnchen? Dann sollten wir den Weg nach rechts wählen.

In zwei Gruppen gehen wir los. Nach Einstiegsschwierigkeiten zieht es uns von einem Posten zum nächsten. Immer wieder müssen wir uns entscheiden, für welchen Vogel das wohl zutrifft: Wer legt die meisten Eier? Welcher Vogel hat die grösste Flügelspannweite? Welcher hat die längste Zunge usw. Je nach Antwort müssen wir wählen, welchen Weg wir einschlagen sollen. Es macht uns viel Freude, die spannenden Fragen zu überlegen und die richtigen Wege zu finden.  



Am Ende der Runde brennt beim Platz auf dem Reservoir bereits ein Feuer und wir braten uns Schlangenbrot, das wir mit Schokolade verfeinern. Mmh, das schmeckt!

Herzlichen Dank Regina für den Postenlauf und das Feuermachen!

Nur zu schnell vergeht die Zeit und wir müssen uns bereits wieder verabschieden und uns auf den Rückweg machen. Es war toll!

Samstag, 25. Oktober 2025

Der Eicheldieb

Zum Einstieg ins Thema betrachten wir das Bild einer Eiche...

... und überlegen, welche Tiere Eicheln fressen. 
Welche von ihnen sammeln Eicheln und legen Verstecke an?

Plötzlich kommt ein Bauer daher gerannt. Er hat eine Eichelplantage und klagt:
Hilfe ein Eicheldieb!
Er zeigt uns Bilder der Überwachungskamera. Wer könnte wohl dieser Dieb sein?
Der Eichelhäher, das ist eindeutig! Suchen wir ihn!






 





Heute war ein Glücksmorgen 😊

Einmal wegen unseren drei engagierten, interessierten und fröhlichen Eisvögel, die fleissig mitgespielt, gesammelt, beobachtet haben.

Dann hatten wir Glück mit dem Wetter, es war tolles Herbstwetter mit Wind und Wolken und vielen farbigen Blättern. Erst zum Schluss sind die ersten Tropfen gefallen. 

Und dann haben wir auch den Eicheldieb auf frischer Tat ertappt. Wir konnten beobachten, wie der Eichelhäher in den Eichen herum geflogen ist und wahrscheinlich die letzten noch nicht heruntergefallenen Eicheln gesammelt hat. Sein lautes gäägä, hat ihn verraten. 

Da wir aber gelernt haben, dass der Eichelhäher ganz wichtige Aufgaben im Wald hat, haben wir ihn laufen lassen. Zum Beispiel legt er mit seinen Eicheln Verstecke an. Die nützen im Winter auch anderen Tieren wie der Maus, dem Eichhörnchen oder den Wildschweinen wieder als Nahrung. Oder aus den Eicheln, die liegen bleiben, können wieder neue grosse Eichen wachsen. Der Eichelhäher gilt auch als Wächter im Wald, da er mit seinem lauten Krächzen auf Gefahren aufmerksam macht, zum Beispiel, wenn ein Marder sich anschleicht oder ein Habicht unterwegs ist. 

Bei einem Nahrungsvorrat Spiel wurde unser Gedächtnis getestet, ist es so gut wie das vom Eichelhäher, der seine Eicheln meistens wieder findet? Wir spielten Mäuschen, Eichhörnchen und Eichelhäher. Jeder wollte natürlich am meisten versteckte Eicheln wieder finden, um den Winter gut zu überleben. Ich denke, wir überlassen die Nahrungssuche doch besser wieder den Waldtieren- aber es hat uns viel Spass gemacht!

  Puzzlespiel zum Kennenlernen des schönen Vogels und zum Aufwärmen.







Beim Eicheln verstecken für das Wintervorratsspiel 


Der Eichelhäher hat sich durch seinen Ruf verraten - wir springen aus dem Wald auf die Wiese und sehen ihn auf der nahen Eiche hocken und weiterfliegen zum nächsten Baum!

Ja, ein toller Morgen mit vielen "Glücksmomenten"!


Samstag, 27. September 2025

Rechen im Sädelrain

Im Naturschutzgebiet Sädelrain Oberseen

Samstag, 27. September 2025

Heute treffen wir uns mit einigen Erwachsenen des NVV Winterthur Seen im Sädelrain. Der lichte Wald oberhalb des Strässchens und die Wiese unterhalb sind bereits gemäht. Unsere Aufgabe ist es, das Gras auf Haufen zusammen zu rechen. Mit Heugabeln wird es auf Blachen geladen und anschliessend zur Strasse hinuntergezogen. 
Gemeinsam geht die Arbeit gut voran und bald ist das erste Waldstück geschafft.




Vom vielen Regen ist das Mähgut nass und schwer und die Arbeit braucht viel Energie...ein bisschen ausruhen tut gut!







Zwei Frauen aus dem Verein haben Kuchen gebacken, Gemüse, Brot und Käse eingekauft und Getränke vorbereitet. Nun dürfen wir zulangen und eine Pause geniessen.
Niemand will aufgeben bevor nicht das letzte Gras auf der Blache hinuntergezogen ist.
Toll habt ihr gearbeitet ihr vier Jungs, bravo!








Montag, 1. September 2025

Besuch in den Thurauen - ein Familienanlass

30. August 2025


Nach der langen Anreise geniessen es die Kinder auf dem "Erlebnispfad" unterwegs zu sein.
Schon bald hört man: "Bscht! Chömed, lueged e Ringelnattere". Wunderbar zum Zusehen schwimmt die Ringelnatter durch den kleinen Teich. So toll!


"Häsch gseh, det hockt eine!"
Entdeckst du ihn, den Frosch?
Immer wieder machen wir uns gegenseitig auf die ruhig sitzenden Tiere aufmerksam.


Für die jüngeren Kinder ist der Spielplatz eine tolle Abwechslung und auch "lehrreich". 
Es gibt u.a. eine Biberburg, ein Spinnennetz und ein Storchennest.


Auch ältere Jungs haben Freude, die Wasserpumpe so richtig toll zum laufen zu bringen; und die Erwachsenen können von den Tafeln spannende Infos entnehmen.


Einfangen von Wassertieren mit einem Kescher ist eine Aufgabe, die grosse Begeisterung auslöst.


Ebenso das Betrachten der Tierchen mit Becherlupen ist sehr spannend.
Mit Hilfe der Bestimmungsbüchlein finden wir einige Namen der Wassertiere:
Spitzschlammschnecke, Posthornschnecke, Erbsenmuschel, Eintagesfliegenlarve, Teichmolch, Käfer...
Nach einer Zeit brauchen die Tiere wieder ihre Ruhe und Freiheit und wir....


... essen unseren Zmittag auf der Terrasse.


Nach einer Pause besuchen wir die Ausstellung. 
Es gibt soviel zu sehen, zu drücken, zu ziehen und zu betrachten.


Zum Schluss: Eis schlecken...


...und schliesslich geht die Reise wieder zurück nach Winterthur.
Es bleiben viele Eindrücke von diesem wunderbaren Tag!

















Samstag, 14. Juni 2025

Schleiereulen Kinderstube

Hier ist sie, die Schleiereule mit ihrem schönen Gesichtsschleier und dem prächtigen Federkleid. 

Nein, wir müssen nicht in den Wald rauf laufen, wie die Kinder meinen, sondern beim Bauernhof im Taggenberg sind wir an unserm Ziel für die heutige Exkursion angekommen. Acht Kinder mit Eltern und dem Leiterteam steigen an diesem schönen Juniabend auf den Taggenberg, um beim Beringen der kleinen Schleiereulen dabei zu sein. 

Um 21 Uhr, noch bei Tageslicht erzählt Kathrin anhand eines schönen Bilderbuches einiges über die Schleiereule. Sie brütet gerne in Nistkästen in Scheunen und geht in der Dunkelheit auf den nahen Wiesen auf Mäusejagd. Dafür ist sie besonders gut ausgestattet: Mit ihren grossen Pupillen kann sie in der Dunkelheit gut sehen, die Federn des Geschichtsschleiers leiten den Schall an die Ohren weiter, damit sie die kleinsten Geräusche wahrnehmen kann. Die Flügel sind mit besonderen Federchen ausgestattet, damit die Eule ganz lautlos fliegen kann und die Mäuse erwischt. Von denen braucht sie nämlich viel um ihre Jungen gross zu ziehen. Das Weibchen legt bis zu acht Eier ins Nest und beginnt gleich mit brüten. Die geschlüpften Jungen sind sehr hungrig. Etwa vier Mäuse kann ein Junges pro Nacht verschlingen - hoppla, das macht ja bis gegen 20 Mäuse, die der Vater pro Nacht heimschleppen muss, während die Mutter die Jungen noch wärmt. 

Die Kinder haben trotz der späten Stunde noch sehr gut zugehört und es entstehen schöne Bilder der Schleiereulen mit ihrem schönen Gesicht und den langen Flügeln. 

Um 21.30 Uhr erfahren wir von Stefan Walthert noch viel über die Eulen und das Beringen. Da die Schleiereulen noch immer gefährdet ist, ist es wichtig ihren Bestand zu überwachen und sie auch gezielt zu fördern (Eulenkästen, strukturierte Landschaften mit Hecken und Wiesen). Stefan hat eine Sack mit Gewöll dabei. Das sind die unverdaubaren Teile, die die Eule rauswürgt. Davon dürfen die Kinder mit nach Hause nehme zum Forschen, was die Eulen alles gefressen haben. 

Und endlich gegen 22 Uhr ist es genug dunkel, damit die Schleiereulen Eltern nicht mehr im Kasten sitzen und sie nicht erschreckt werden, wenn Stefan die vier Jungen aus dem Nest holt. Oh, nein, er hat nur drei geholt, weil das Vierte noch zu klein ist, um beringt zu werden. Allerdings protestiert es dann die ganze Zeit mit seinem krächzenden "miauen" vom hohen Kasten herunter. 

So weich und warm sind die Kleinen und man spürt sogar das Herz schlagen, meint ein Kind. Ganz sorgfältig und andächtig halten sowohl Kinder als auch Erwachsene die flauschigen Federbällchen in Händen. Ein ganz besonderes Erlebnis!

Nach dem jedes sein Ringchen bekommen hat geht es wieder in den Korb und zum Kasten - sicher haben sie jetzt Hunger und hat der Vater schon eine feine Maus erwischt!