Samstag, 3. September 2016

Steckbrief Buche

Wie viele Blätter hat diese Buche?

Diese Frage bleibt vorerst unbeantwortet. Dafür nehmen wir gleich zu Beginn Buchenblätter in die Hand und versuchen so sorgfältig wie möglich ein Blattkunstwerk zu reissen. Dieses alte Spiel gelingt den neun Eisvögeln erstaunlich gut! Sie verdienen sich damit einen ersten Punkt in Form eines  Stempels auf ihre Hand.



Für die nächste Aufgabe wandern wir durch den „Katzensteig“. Hier wachsen viele verschiedene Bäume und Sträucher und die Aufgabe lautet: Finde Samen und Nüsse und die zugehörigen Blätter. Eifrig wird gesucht und gefunden. Ca. zehn verschiedene Pflanzen sortieren wir auf einem Tuch!

Und dann, beim Weitergehen entdecken wir sie: Die Buche! Gross und majestätisch schaut sie herab. Wie hoch ist sie wohl? 10, 20, 35 Meter? Wie die Förster das machen, schätzen auch wir mit Hilfe eines Geodreckes und grossen Schritten die Höhe der Buche. Sie ist ungefähr 50m hoch! Nur zwei Eisvögeln können wir Punkte geben, die anderen Schätzungen waren viel zu klein.


Wie alt ist so ein mächtiger Baum? Wieder wird überlegt und geraten. Diesmal eher zu grosszügig. Aufgrund des Umfangs können wir feststellen, dass die dicke Buche ca. 250 Jahre alt ist; also ca. anno 1760 aus einem Buchennüsschen gekeimt ist.


























Im Verlaufe dieser vielen Jahre sind manche Tiere an diesem Baum vorbeigekommen, haben Nüsschen genascht, Nester darin gebaut, sich darauf ausgeruht usw. Die Tierbilder zeigen, welche Tiere das sind. Fleissig notieren die Kinder deren Namen.








Schliesslich betrachten wir uns den Baum nochmals als Ganzes und versuchen seine Form in einer Zeichnung festzuhalten und damit unserem Buchen-Büchlein ein schönes Titelbild zu geben.

Noch Vieles könnte man erforschen, zum Beispiel die Anzahl seiner Blätter oder die Wassermenge, die der mächtige Baum aus dem Boden gezogen und in die Umgebung abgegeben hat. Nun aber werden die Stempel auf der Hand gezählt und die Teilnehmer werden für ihren Fleiss belohnt: Mmh…


Es war ein spannender Morgen mit aufmerksamen Eisvögeln – wir freuen uns bereits wieder auf den nächsten Anlass: Im Tällenholz wollen wir bei der Pflege des Waldstücks mithelfen.



Montag, 20. Juni 2016

Amphibien - quakende und andere Tierchen
Abendexkursion in die Thurauen 18.6.2016



Nach der Busfahrt von Winterthur nach Flaach, treffen acht Eisvögel und zwei Leiter auf zwölf Waldkäuze mit ihren Leitern. Vor dem  Zentrum Thurauen begrüsst uns Sonja Falkner, eine junge Biologin. Auf dem Weg zu einer Spielwiese sehen wir die überfluteten Teile des Campingplatzes. Der Rhein führt ungefähr alle zehn Jahre so viel Wasser! 

Als Einstieg sortieren die Teilnehmer grosser Bilder von Amphibien. Es entsteht eine Gruppe mit Fröschen, Kröten und Unken, eine mit Molchen und eine letzte mit Salamandern.
In einem lustigen Spiel testen die Kinder die Rolle der Weibchen und der Männchen während der Paarungszeit im Frühling. Die „Männchen“ rufen ununterbrochen den abgemachten Lockruf. Die „Weibchen“ suchen blind den Weg zum Spielpartner. In all den quakenden Kindern ist es eine grosse Herausforderung, nur übers Gehör ans Ziel zu gelangen. Die „Männchen“ versuchen krampfhaft, die Konkurrenten zu übertönen und die „Weibchen“ irren suchend umher.
Wie entwickelt sich ein Frosch? Unsere naturinteressierten Teilnehmer legen die Bilder der verschiedenen Stadien sicher in die richtige Reihenfolge.  

Was mögen die Frösche? In zwei Gruppen werden Fliegen, Mücken, Würmer, Spinnen und Heugümper ergattert. Wer hat mehr Futter erwischt?

Nach einer kleinen Stärkung spazieren wir über die Stege des Erlebnispfades. 

Schon nach wenigen Metern wird ein Wasserfrosch entdeckt. Sonja fischt ihn mit dem Kescher heraus und wir dürfen alle das kleine Tierchen bestaunen und kurz streicheln! 

Spannend sind die bereitgestellten Boxen: Was sich da alles finden lässt! Wir bestaunen eine Wassermilbe, den Rückenschwimmer, Wasserschnecken, Kaulquappen, Molchlarven usw. Da hätten wir uns noch lange verweilen können! 
 Aber leider mussten wir bereits wieder an die Rückreise denken. Eines ist klar: Im Wasser unter dem Holzsteg wimmelt es von Leben!
Eine Kontrollfrage zum Schluss beantworten die Kinder der beiden Jugendgruppen perfekt:  Was für Tiere zählen wir zu den Amphibien? Fünf Tierarten: Salamander, Molche, Unken, Kröten und Frösche.