Montag, 20. Juni 2016

Amphibien - quakende und andere Tierchen
Abendexkursion in die Thurauen 18.6.2016



Nach der Busfahrt von Winterthur nach Flaach, treffen acht Eisvögel und zwei Leiter auf zwölf Waldkäuze mit ihren Leitern. Vor dem  Zentrum Thurauen begrüsst uns Sonja Falkner, eine junge Biologin. Auf dem Weg zu einer Spielwiese sehen wir die überfluteten Teile des Campingplatzes. Der Rhein führt ungefähr alle zehn Jahre so viel Wasser! 

Als Einstieg sortieren die Teilnehmer grosser Bilder von Amphibien. Es entsteht eine Gruppe mit Fröschen, Kröten und Unken, eine mit Molchen und eine letzte mit Salamandern.
In einem lustigen Spiel testen die Kinder die Rolle der Weibchen und der Männchen während der Paarungszeit im Frühling. Die „Männchen“ rufen ununterbrochen den abgemachten Lockruf. Die „Weibchen“ suchen blind den Weg zum Spielpartner. In all den quakenden Kindern ist es eine grosse Herausforderung, nur übers Gehör ans Ziel zu gelangen. Die „Männchen“ versuchen krampfhaft, die Konkurrenten zu übertönen und die „Weibchen“ irren suchend umher.
Wie entwickelt sich ein Frosch? Unsere naturinteressierten Teilnehmer legen die Bilder der verschiedenen Stadien sicher in die richtige Reihenfolge.  

Was mögen die Frösche? In zwei Gruppen werden Fliegen, Mücken, Würmer, Spinnen und Heugümper ergattert. Wer hat mehr Futter erwischt?

Nach einer kleinen Stärkung spazieren wir über die Stege des Erlebnispfades. 

Schon nach wenigen Metern wird ein Wasserfrosch entdeckt. Sonja fischt ihn mit dem Kescher heraus und wir dürfen alle das kleine Tierchen bestaunen und kurz streicheln! 

Spannend sind die bereitgestellten Boxen: Was sich da alles finden lässt! Wir bestaunen eine Wassermilbe, den Rückenschwimmer, Wasserschnecken, Kaulquappen, Molchlarven usw. Da hätten wir uns noch lange verweilen können! 
 Aber leider mussten wir bereits wieder an die Rückreise denken. Eines ist klar: Im Wasser unter dem Holzsteg wimmelt es von Leben!
Eine Kontrollfrage zum Schluss beantworten die Kinder der beiden Jugendgruppen perfekt:  Was für Tiere zählen wir zu den Amphibien? Fünf Tierarten: Salamander, Molche, Unken, Kröten und Frösche.

Samstag, 16. April 2016

Spechtexkursion nach Bauma



Unsere Exkursion startet bei freundlichem Sonnenschein vor 8 Uhr am Bahnhof Seen.

Schon im Zug nach Bauma gilt es, die Steckbriefe unserer Spechte zu studieren und sich gegenseitig abzufragen. Es sind dies der Grösse nach:
Schwarzspecht (der grosse Höhlenbauer)
             






Grünspecht (der mit der langen Zunge)
              
Buntspecht (der mit dem roten Bauch)
Dreizehenspecht (hat wirklich nicht 4)
                   
                   
In Bauma geht es schnell Richtung Süden in die Höger hinein.
 
Sind das alles Spechte?

Unterwegs gilt es das Handhaben mit dem Feldstecher zu üben, Auge und Hand muss gut zusammenspielen und die Einstellung sollte natürlich auch stimmen.


Gruppenweise ermitteln wir anhand von einzelnen Hinweisen die Spechtarten um diese dann den andern auch vorzustellen.
                                                                                     


















Nun wird es ins Spechtparadies anspruchsvoller. Nicht nur beginnt es zu regnen, auch der Weg windet sich durch kleine Schluchten und um Grate, ganz schmal nun mit vielen kleinen Brücken über die Bäche oder abgerutschte Abhänge und steile Treppen erleichtern uns den Anstieg.



Spuren der Spechte sehen wir überall, seien es bearbeitete Spechtbäume oder sogar einen "Flötenbaum"

Im Reich des seltenen Dreizehenspechtes angekommen, erwischen wir offensichtlich einen schlechten Zeitpunkt. Alle unsere Augen und Ohren können ihn nicht entdecken.









Dafür treten Herr und Frau Schwarzspecht auf, denen die freche Dohle die neue Bruthöhle stielt. Ganz fies ist sowas!


Der Abstieg ins Tal runter erfolgt in ähnlichem Gelände wie der Aufstieg, achtung die Treppen aus Schwellen können glitscig sein. Einige Mädchen und auch Jubgen geniessen es voraus zu rennen und warten auch bei jedem Brücklein bis wir alle wieder zusammen sind.

Nach der Rundwanderung wieder in Bauma angekommen gibt es noch goldene Tannzapfen für die ausgemalten Spechte auf der Einladung und das Perrondach bräuchten wir nicht mehr, der Regen hat aufgehört.

Und schon gibt es eine ganze Menge neuer und junger Spechtexperten mehr in Winterthur.




Samstag, 12. März 2016

«Kraa-kraa-kraa!»: Wir suchen die Rabenvögel unserer Region


So viele Vögel gibt es um uns herum!
Aber: welche gehören denn zu den Rabenvögeln?


Unsere 11 Eisvögel, die heute mit uns vier Leitern im Eschenberg unterwegs sind, finden sehr bald die richtigen fünf Arten heraus, die bei uns vorkommen.
Kaum zu glauben, dass diese Krächzer alle zu den Singvögeln gehören. Aber Patrick erklärt anschaulich mit einem Bild, warum das so ist.  


Hier sind sie:
Rabenkrähe
Dohle
Eichelhäher
Kolkrabe
Elster

An diesen schönen Flug-Silhouetten sieht man gut die Form und die  Grösse der fünf Vögel. 

Weiter geht es Richtung Waldrand, wo uns Gabi die Fabel von der Krähe und dem Fuchs erzählt. Dabei kommt die Krähe aber gar nicht gut weg, sie gilt als eitel und etwas dumm. Danach können wir uns bei einer Stafette etwas aufwärmen -  bitter nötig an einem solchen garstig-kalten Märztag wie heute!

Voller Einsatz bei der Nahrungsstafette!
Dabei lernen wir mehr über den Speiseplan der Rabenkrähe, des Hausspatzen und des Eichelhähers und stellen fest, dass die Rabenvögel keinesfalls dumm sind: Die Krähe kommt mit viel List an verschiedenste Nahrung ran, und der Eichelhäher legt vorausschauend Eichelverstecke an, die ihm durch den Winter helfen.

Beim Bruderhaus können wir dann fast alle fünf Arten beobachten: Die Rabenkrähen scheinen bei den Wölfen Interessantes zum Fressen zu finden und lassen sich vom schlafenden Wolf überhaupt nicht stören. Auch ein Kolkrabe kommt vorbei und wir hören sein tiefes "Kro-Kro"! Die Elster schaut aus ein bisschen mehr Distanz vor ihren schwarzen Kollegen, ob für sie auch etwas übrig bleibt. Die Dohlen sitzen in Gruppen auf den Buchen mit vielen Spechthöhlen und eine ganz mutige Dohle vertreibt grad den Schwarzspecht von einem Loch! Unterhalb der Wolfskanzel entdecken wir Herrn und Frau Grünspecht, die sich wunderschön beobachten lassen.

Am Schluss der Exkursion stellt uns Gabi die Frage, wie ein schlauer Vogel wie zum Beispiel die Rabenkrähe oder der Kolkrabe wohl an Maiskörner rankäme, die auf dem Boden einer Glasflasche liegen. Wir haben viele Ideen und würden sicher überleben, wenn wir Krähe oder Rabe hiessen! Aus Spass stellen wir die kleine Flasche mit den Maiskörnern auf einen Zaun in der Nähe. Dann passiert etwas Überraschendes: Eine Rabenkrähe kommt geflogen und blickt aus etwas Distanz interessiert auf die Flasche. Sie fliegt sie mehrmals an und scheint auf ihr landen zu wollen!
Glasflasche mit Maiskörnern beim roten, interessierte Rabenkrähe beim grünen Pfeil.
Leider haben wir zu wenig Zeit, um zu sehen, ob sie die Maiskörner rausbekommt: Es ist schon viertel vor zwölf und wir müssen Richtung Tamoil zurück. Es war ein kalter, aber spannender Morgen mit den klugen Krähen! "Kra-kra" und bis zum nächsten Mal!

Samstag, 30. Januar 2016

Abend im Eulenwald



Das ist Marie-Luise, die grosse Uhudame. Sie erwartet uns am rot glühenden Feuer zu spannenden Eulengeschichten im schummrigen, flackernden Licht in der Islerhütte.








Aber zuerst zurück zum Anfang:
13 Kinder und ihre drei Leiter starten von der Tankstelle Tamoil um 17.30 Uhr Richtung Wald. Am Waldrand werden die Taschenlampen versorgt und die Mäuler geschlossen, denn wir wollen sehen und hören wie die Eulen. An diesem Abend ist vor allem das kräftige Rauschen des Windes in den Baumwipfeln eindrücklich. Aus dem Sturm und einsetzenden Regen verkriechen wir uns dann gerne in die warme Hütte und lauschen am Feuer der Geschichte der Uhudame und sie verrät uns ihr Geheimnis:
 »Unser Geheimnis sind wache Augen, ein feines Gehör und ein offenes Herz.«
Dabei schaut sie uns immer mit ihren grossen orangen Uhuaugen beobachtend an. Anschliessend wird sie selbst aber von 13 Augenpaaren genau gemustert: Die Kinder bekommen Papier und Unterlagen und porträtieren den grossen Vogel. Es entstehen viele schöne Eulenbilder. 


Nach dem Zeichnen dürfen die Kinder der Marie-Luise auch 
mal übers Pelzchen, äh nein Gefieder (!) streicheln und ihre grossen Krallen bestaunen.







So, jetzt aus der Märchenwelt zurück zu den Eulen in der Schweiz. Anhand dieses Plakates lernen wir die Namen der 9 Eulenarten der Schweiz kennen. Wir stellen uns gegenseitig Fragen zu den verschiedenen Eulen: Welche Eule ist die grösste und wie gross ist sie? Welche Eule lebt gerne im Sumpfland? Welche Eule legt am meisten Eier? Welche Eulen haben „Öhrchen“ auf dem Kopf?

Nach einer lustigen Geschichte, wo sich Ente und Eule über ihr Fressen streiten: Ist es besser am Tag oder nachts zu fressen? Schmeckt jetzt Entengrüze oder ein kleines Mäuslein besser?, können die Kinder selber mal forschen, was die Eule alles so zum Znacht gehabt hat. Sie entdecken im Gewöll einer Schleiereulen allerhand: Mäusezähnchen, Mäuseschädel, Beinknöchelchen und alles eingepackt in viel Pelz.



An einem zweiten Posten wird ihnen von Beat erklärt, warum die Eule so leise fliegen kann, dass sie mit ganz speziellen Federn ausgerüstet ist. Und bei Kathrin stellten die Kinder eine Käuzchenflöte her. Aus einem Stücklein eines Haselsteckens, einem Grashalm und mit Gümmeli entsteht ein Flöteli. Schon ertönen viele Käuzchenrufe in der Islerhütte!
Den echten Käuzlein im Wald war das Wetter wohl ein bisschen zu windig und nass. Ihren Ruf haben wir leider nicht gehört, obwohl wir wieder ganz leise durch den Wald zurück gelaufen sind.

Trotzdem: es war ein erlebnisreicher stimmungsvoller Eulenabend mit interessierten und zufriedenen „Eisvögeln“.