Samstag, 31. Oktober 2015

Rechen-Chrampfen-Rutschen

Einen riesigen Applaus für unsere Eisvögel!
Heute haben 12 Eisvögel im Wald gekrampft. Im Sädelrain in Oberseen haben die Kinder Gras und Blätter zusammen gerecht und mit Heugabeln auf riesige Plachen befördert. Unterstützt wurden sie von ihren zwei Leiterinnen Kathrin und Gabi, von einigen Eltern und von etwa 15 Leuten aus dem Verein.
Hermann Dähler erklärte uns auch, warum wir diese Arbeit machen: Damit dieser Wald hell bleibt und sich viele besondere Käfer und Spinnen hier wohl fühlen und auch diverse Orchideen wachsen können, muss der Wald geputzt werden. Seid die Leute nicht mehr im Wald das Brennholz zusammensuchen und Blätter und Gras für ihre Tiere sammeln, wird der Wald immer dunkler. Und einige Pflanzen- und Tierarten verschwinden.
Durch den Einsatz von vielen Helfern ist der Sädelrain ein wunderschöner Ort geworden. Da lohnt es sich jederzeit vorbei zu spazieren und zu verweilen.
Kräftiger Helfer: Samuel
fröhliche und unermüdliche Mia May





Thalia schwingt energisch den Rechen
Und los geht die Rutschbahn!




Den Znüni haben sich alle verdient!  En Guete!


Wendelin ist bald wieder im
Wald verschwunden!


Gäll. Brea, nach dem Znüni geht die Arbeit besser!

Ho ruck, Dominik!

Mattia, das machst du toll!

Und so sieht der Wald jetzt aus!

Samstag, 26. September 2015

Feuer und Flamme

Warum hat der Rabe kohlschwarze Federn? Vielleicht, weil er einst dem Feuer zu nahe gekommen ist?
Warum glühen die Augen der Eule in der Nacht? Hat sie zu lange in die hellen Flammen geschaut? 
Diese beiden Tiere, so erzählt eine spannende Fabel, versuchten erfolglos, Feuer zu transportieren. Auch andere Tiere schafften es nicht. Erst der Wasserspinne gelang es, mit Hilfe eines Netzes, glühende Kohlen von der Feuerstelle übers Wasser zu den Tieren zu bringen.


Und wie lösen die Teilnehmer des „Feuermorgens“  diese Aufgabe? Wie können  sie mit natürlichen Materialien des Waldes, Glut aus einem Feuer transportieren und an einer anderen Stelle damit ein neues Feuer entfachen? 


Mit Stöcken, auf Steinen oder in einem Rindenstück gelingt es den erfinderischen Eisvögeln tatsächlich, glühende Kohle zu transportieren.Mit viel Ausdauer pröbeln die Kinder damit aus diesen Gluten ein Feuer wird. Auch mit Hilfe von Zündhölzern wird die Aufgabe nicht wesentlich einfacher. 

Die Frage ist: Was braucht das Feuer, um wirklich zu brennen? Wir blasen Sauerstoff in die Flammen und bringen trockenes Holz als Nahrung. 












Beat hat viel interessantes Material mitgebracht: Einen Zunderpilz, ein Magnesiumstab von dem er mit Hilfe seines Stahlmessers Funken springen lässt, feines Pflanzenmaterial,  getrocknetes Moos und Haslnussblätter-Kuchen, die sich mit der Lupe leicht zum Glühen bringen lassen.

Nach dem Znüni erproben wir, wie schnell wir mit einer Kerze springen können, ohne dass die Flamme auslöscht. 

Und dann endlich demonstriert uns Beat seinen Feuerbohrer. Was aussieht wie ein Pfeilbogen, ist ein Instrument, um Hitze zu erzeugen und mit viel Geduld eine Glut zu entfachen. Es braucht viel Kraft und Geschick.



Einfacher funktionierte der Feuerstein: Beat hält einen bearbeiteten Silex mit einem Stück Zunder in der Hand und schlägt mit einem speziellen Schlageisen darauf. Da springen die Funken und der Zunder beginnt zu glühen. Beat steckt die Glut rasch in ein Zundernest und bläst hinein. Ein feiner Rauch dringt heraus, dann ein starker Qualm und schliesslich verschwindet Beat im Rauch. Plötzlich schlagen Flammen aus dem Anzündmaterial und Beat legt den Feuerball schnell auf den Boden. „Zeige uns das nochmals!“ ist die begeisterte Reaktion der Gruppe!
Am Ende des Morgens wissen wir: Das Feuer ist ein besonderes Element, das die Menschen seit jeher beschäftigt und Feurmachen ohne Brennhilfe ist eine Kunst!

Sonntag, 30. August 2015

Abendexkursion zum Biber




Diesmal treffen wir uns bei herrlichem, heissem  Sommerwetter am Bahnhof Seen und das erst um 16:35. denn wir wollen nach Pfungen reisen, um den Biber zu beobachten. Am HB Winterthur kommen noch die letzen Kinder dazu und so können wir um 17:15 mit der halbstündigen Wanderung an den Pfungener Teich beginnen.



Unterwegs der Töss entlang sehen wir auf der gegenüberliegenden Flussseite eine Weide, die vom Biber gefällt wurde, deutlich ist die rindenlose Frasstelle und die verräterischen Holzschnitzel
darunter zu sehen.



Hier erfahren wir alles Wichtige zum Biber, eine Zeichnung in Lebensgrösse wird sogar ausgerollt. Die Rüebli sind als Ersatz für die Baumstämme von allen schnell und wie es die Biber machen durchgenagt.






















 
Andrea findet per Zufall einen Vogelnistkasten der von einem Siebenschläfer bewohnt wird.


Beim hinteren Brätliplatz am Weiher baden und bräteln wir mal bis die Sonne untergeht. Die Kinder von der Eisvogelgruppe spritzen viel stärker und lauter als es der Biber macht.




Nun zeigt sich der Biber hinten im Weiher als lange glitzernde Spur im Wasser, an deren Spitze ein kleiner brauner Kopf aus dem Wasser schaut. Im Fernrohr sieht man dies deutlich und auch mit dem Feldstecher ist es erkennbar. Der Biber hat seine Burg offensichtlich am nordwestlichen Ende des Weihers und schwimmt fleissig quer über das Wasser.
Wäre der Biber näher gewesen, hätten wir das gesehen.





Aufmerksame Beobachter und Beobachterinnen können auch Eisvögel und Graureiher erkennen.

Munter machen wir uns auf den Rückweg, es ist schon recht dunkel und nicht ganz alle Beine ganz frisch. Ein wunderbar dunkelgelber Vollmond beleuchtet unseren Weg

Ein toller Abend, vielleicht einer der letzten warmen, nimmt mit unserer Ankunft in Seen um 21:45 ein schönes Ende.


Samstag, 20. Juni 2015

Zu Besuch bei Familie Turmfalke am grossen Beringungstag

Nach einer Zugfahrt von Seen via Winterthur und Bülach spazieren spazieren wir mit 11 Jungs und 3 Mädchen zu einer Scheune ausserhalb des Dorfs Glattfelden. Rundherum sind Felder und nebenan die Glatt. Gibt es hier etwas Spannendes? Herr Sand begrüsst uns. Er steht vor einem Tischchen mit ein paar Prospekten und anderem Material. Erwartungsvoll und neugierig stellen sich die Kinder um den Greifvogelspezialisten herum. Er erzählt uns viel Interessantes über den Turmfalken und die Schleiereule und zeigt uns erstaunliche Bilder.

Als Herr Sand echte Gewölle der Schleiereule aus der Tasche holte und die Kinder aufforderte, diese Päcklein zu untersuchen, kamen die Kinder näher und drängten sich schliesslich um den Tisch herum. Total fasziniert klaubten sie kleine, feine Knöchelchen und Mäuseschädel aus den Knollen heraus. 


Das Gefundene können die Kinder vergleichen mit den sauberen und geordneten Knöchelchen im Schaukästchen von Herrn Sand. Das ist sehr spannend! Wir finden Schädel, Zähne und viele verschiedene Knochen wie z.B. Schenkelknochen.


"Seht, der Turmfalke rüttelt!" ruft plötzlich jemand aus der Runde. Wir blicken übers Feld und entdecken in einiger Entfernung ein Turmfalken-Männchen über einer gemähten Wiese im Rüttelflug. Auf einmal sticht er hinunter. Etwas später taucht er wieder auf mit Beute in den Krallen. Er fliegt damit zu einem Baum, wo nun auch das Weibchen durch den Feldstecher sichtbar ist.

Nach dieser Beobachtung gehen wir mit Herrn Sand in die Scheune hinein. Er zieht sich Handschuhe an, nimmt einen Putzeimer und einen Kartoffelsack in die Hand und klettert eine Leiter hoch, die zu einem Holzkasten an der Scheunenwand führt. Oben öffnet er den Kasten und holt junge Turmfalken heraus und setzt sie in den Kübel hinein. 


Wieder unten angekommen, schiebt er den Sack beiseite: Aus dem Eimer blicken und lärmen vier verängstigte Kleine. Jedes wird nun sorgsam herausgeholt, angeschaut, gewogen, gemessen und zuletzt beringt. Beim Messen der Federn- und Flügellänge und dem Beringen selbst dürfen die Kinder die Falken in den Händen halten.


Es ist sehr eindrücklich, ein Greifvogeljunges aus nächster Nähe zu betrachten und über seine weichen Daunenfedern zu streichen! Unterstützt werden die Kinder und Herr Sand von Marius, der alle Angaben zum Vogel ins Formular der Vogelwarte Sempach einträgt.


Draussen fliegt die Vogelmama in der Nähe hin und her. Rasch werden die fertig untersuchten und beringten Jungvögel wieder ins Nest gesetzt. Aber erst als wir uns hinter die Scheune zurückzogen zum Znüniessen, traute sich auch das besorgte Turmfalkenweibchen wieder, zu ihren Jungen hineinzuschlüpfen, um ihnen von der Beute des Vaters zu bringen.
Nach diesem eindrücklichen Morgen reisen wir wieder heim. Den vier kräftigen kleinen Kerlchen in Glattfelden wünschen wir ein langes und gesundes Leben! 



Weitere (sehr schöne!) Fotos der kleinen Turmfalken könnt ihr übrigens hier anschauen. Viel Spaß!

Samstag, 11. April 2015

Hausspatz


Grüezi, wir sind Matz und Fratz, zwei Hausspatzenmännchen, und begleiten euch durch unsern Spatzenmorgen!


Die Jugendgruppen Waldkauz und Eisvogel mit drei neuen Kindern machten sich an diesem Frühlingsmorgen auf die Suche nach dem Vogel des Jahres, dem Haussperling.

Matz und Fratz begrüssen die Kinder in ihrem Revier

Wo finden wir sie und was braucht es alles, damit es Matz und Fratz und ihren Familien wohl ist?
Bei der Kanzleiturnhalle in Seen haben wir ihr Getschilpe dann gehört und eine ganze Schar Spatzen auf Bäumen und Büschen rund herum entdeckt. 

1. Wir beobachten sie und überlegen anhand dieser Fotos, was die Spatzenfamilie alles macht. Also schwatzen(eben auch Tschilpen genannt), das machen die Spatzen gern und fast ständig. Sie sind auch häufig auf einem Feldahorn zu beobachten. Aha, dort gibt es feine Samen zum Fressen. Aber auch die Brotbrösmeli am Boden entdeckt eine Gruppe schnell und pickt sie auf. Mit Nistmaterial im Schnabel fliegen sie zu den Nestern unter den Balken des Gebäudes. Auch beim Wasser trinken und baden im Sand konnten wir sie beobachten.

Können wir diese Tätigkeit beobachten?
Das haben wir gesehen



2. Wir brauchen drei Spatzenväter. Die haben alle eine Familie und wenn der Vater irgendwohin fliegt, macht ihm die ganze Familie alles nach. Ein veranwortungsvolle Aufgabe! Die Väter führen die Spatzen zu Fressplätzen und fliegen schnell wieder auf einen Baum, wenn Gefahr droht. 
Das war lustig, diesen drei "Spatzenfamilien" zuzuschauen!


3. Wie sehen denn die Hausspatzen genau aus? Nach einer Stafette, wo ein Puzzle von einem Männchen und einem Weibchen gelegt werden musste, wissen das die Kinder ganz genau. Der Mann hat einen grauen Scheitel und einen schwarzen Latz und das Weibchen ist mehr braun. 
Das Männchen
Das Weibchen


4. So und jetzt zu ihrem Lebensraum: warum ist es den Spatzen hier Mitten in der Stadt so wohl? Mmhh, da hat es aber viel Feines zu Fressen: Ahornsamen, Brotbrösmeli, Insekten und Raupen im nahen Gemüsegarten und Beerensträucher.

Was frisst er alles?
Hausspatz auf dem Pfosten





















5. Die Kinder überlegen sich, ob es Matz und Fratz und ihren Familien bei ihnen zu Hause wohl wäre. Das brauchen sie nämlich alles:

  • Verschiedenes Gebüsch und Bäume für Körner, Samen und Insekten
  • eine Wasserstelle zum Trinken und Baden
  • ein Sandplatz für die Gesundheit
  • ein Versteck bei einem Haus oder Schopf für das Nest
  • Nistmaterial 


Der Ort um die Kanzleiturnhalle mit dem Naturgarten nebenan und schönen Feldahornbäumen bietet das alles!

6. Zum Schluss machen wir noch Samenbomben mit Erde, Lehm und vielen Blumensamen. Wenn wir die zu Hause an einen guten Ort werfen, wachsen im Sommer viele Blumen und es gibt viele Insekten- dann gefällt es Matz und Fratz noch besser!