Sonntag, 15. Juni 2014

Die kleinen fliegenden Zwergen in Wülflingen

Wo gefällt es den Fledermäusen wohl?




Fledermäuse sind geheimnisvoll. Über diese kleinen Säugetiere werden unglaubliche Geschichten erzählt, wie z.B., dass sie in Frauenhaare hineinfliegen oder Blut saugen. Stimmen diese Geschichten? Bekannte und neue Eisvogel-Kinder und ihre Eltern wollen das wissen und mehr erfahren über das Leben dieser winzigen Flugkünstler.
Die Fledermausexpertin, Gaby Stählin, aus Winterthur führt uns nach Wülflingen zur Kläranlage. Unterwegs betrachten wir mögliche Unterschlüpfe von Fledermäusen: Blechabdeckungen, Estrich, Lüftungsschlitze, Holzbeigen, Baumhöhlen, Felsspalten sind einige mögliche Orte.
eine Fledermaus aus nächster Nähe ansehen
Hier sind die Zwergfledermäuse zu Hause
gespanntes Warten auf die ersten Tiere
Bei der Kläranlage erwarten wir die Dämmerung. Gaby erzählt und zeigt uns viele Interessantes und wir staunen: Die Zwergfledermaus findet Platz in einer Zündholzschachtel, breitet sie ihre Flügel aus, so bedeckt sie trotzdem beinahe die Hand eines Erwachsenen. Um in einen Unterschlupf zu gelangen, kann sich das Zwerglein wieder so schmal machen, dass es durch einen Spalt hindurchkommt, der nur so breit ist wie ein Daumen.
Mit Echorufen sehen die Fledermäuse ihre Nahrung
Spannend wurde es, als die verteilten Fledermaus-Dedektoren zu tönen anfingen und die ersten Zwergfledermäuse entdeckt wurden! Wie viele waren es? Vielleicht 40,50 oder noch mehr? Sie jagten am Waldrand nach Insekten und verschwanden wieder aus unserem Blickfeld.
Immer wieder schauten wir hinauf zum Hochkamin. Wir hofften, eine zweite Fledermausart zu entdecken: Den grossen Abendsegler. Leider hatten wir kein Glück.
Dafür jagten die Zwergfledermäuse unermüdlich weiter und  wir zogen weiter zur Tössbrücke. Vielleicht entdecken wir über dem Wasser die Wasserfledermaus, eine mittelgrosse Art. Die Geräusche vom Dedektor lassen hoffen und Gaby zündet mit ihrer starken Taschenlampe übers Wasser … einige Zeit beobachten wir gespannt, aber leider konnten wir das Tierchen doch nicht sehen.
Endlich: Viele Zwergfledermäuse fliegen aus und wir hören ihre Rufe auf dem Detetor
Ein besonderer Abend geht dem Ende entgegen. Müde Kinder (und Erwachsene) kehren mit dem Bus zurück.
Nach diesem Abend können wir sagen: Fledermäuse sind nicht unheimlich sondern sehr interessant und faszinierend!


Samstag, 17. Mai 2014

Unterwegs im Sädelrain



Im letzten November haben wir fleissig diesen Wald geputzt. Jetzt blühen
hier im Sädelrain viele seltene Pflanzen. Darum fühlen sich auch Schmetterlinge und
Kleintiere hier wohl. Das haben wir heute selber erleben können.



Eine frohe Kinderschar wird von unseren zwei Spezialistinnen Verena Dähler und Regina Bachmann empfangen und durch den Sädelrain geführt. Wie sich der Wald seit der kahlen Zeit im November doch verändert hat, alles grünt und wächst und die Teiche sind voll von Leben.






Wir schauen uns den Unterschied von Kaulquappen des Grasfrosches und den Molchen ganz genau aus der Nähe an. Im Weiher leben aber auch noch Wasserläufer und jede Art von Schnecken.







      

Anhand des zweiseitigen Steckbriefes mit aktuellen Pflanzen richten wir unsere Augen auf das Grün. Langsam füllt sich der Steckbrief mit identifizerten Pflanzen, bis am Schluss werden wir wirklich alle gefunden haben. 



Ein Znüni beim Waldsofa stärkt uns für den zweiten Teil des Vormittages.


Unterwegs machen wir noch die Bekanntschaft mit dem Sandläuf-Käfer, leider lassen sich die Larven nicht aus ihrem Loch locken. Siehe dazu den Link zum Video Sandlaufkäfer-Larve .

Ein sonniger, noch ein wenig kühler Vormittag, endet mit einem grossen Dank an Verena und Regina.

Samstag, 12. April 2014

Mit den Vögeln aus den Federn-Frühexkursion auf den Sessel

Wir stehen früh auf und treffen uns um 6 Uhr beim Schulhaus Tösstalstrasse.
Noch im Dunkeln beginnen wir mit dem ersten Spiel: „Der Vogel sitzt in der Wiese, er ist grau und seine Unterseite ist hell mit schwarzen Tupfen.“ Wer erkennt auf seiner Karte den gleichen Vogel? Wie heisst er? So entstehen drei Gruppen: Singdrosseln, Rotbrüstchen und Zilpzalp. Werden wir sie hören?

Bereits auf dem Weg zum Wald bleiben wir oft stehen, weil in Hecken und Bäumen vielerlei Vögel singen: Die Mönchsgrasmücke, Amseln, Rotbrüstchen, Zilpzalp, Buchfinken…











Beim Reservoir machen die Kinder ihr Schreibzeug bereit. Was ist zu hören? Woher tönt es? Wir orten auffällige Geräusche aus der Umgebung und zeichnen sie um den  Mittelpunkt herum. Auf diese Weise entsteht ein interessantes Klangbild.




Beim Weitergehen treffen wir auf zwei erfahrenere Eisvögel. Sie zeigen uns, was sie soeben gelernt haben: Das Anzeigen einer Vogelstimme. An ihren Armbewegungen erkennen wir, aus welcher Richtung ein Vogel singt und wie lange er tönt.








Nachdem wir uns wieder warmgelaufen haben nimmt Patrick ein Tupperware aus seinem Rucksack, nicht um zu essen, nein, was könnte drin sein?
Oh, mit grosser Sorgfalt hebt er ein Vogelköpfchen nach dem anderen aus der Schachtel. Von nahem betrachtet fällt auf, wie unterschiedlich die Schnabelformen sind: Kurz, lang, dick, dünn. Es wird klar, dass eine Meise mit ihrem feinen Schnabel Spinnen und andere Insekten frisst, die Singdrossel mit dem längeren Schnabel durchaus einen Wurm aus der Erde ziehen kann und wieder andere dagegen genug Kraft haben, um Kerne und Nüsse zu öffnen. 





Unterwegs finden die Kinder Nahrung Ihres Vogels: Säckli mit „Spinnen“, “Würmern“ und Nüsschen.












Auf dem Sessel bräteln wir an einem schönen Feuer unsere Würste und geniessen das frische Wasser vom neuen Brunnen.







Nach langem Suchen mit dem Feldstecher findet Patrick Brutplätze der Graureiher. Durch sein Fernrohr staunen wir ins Nest hinein: Im einen Nest hocken drei beinahe ausgewachsene Jungvögel! Das ist ein eindrücklicher Abschluss unserer Vogelexkursion.



Samstag, 15. März 2014

Fleissige Hände bei den Weihern im Eschenberg

Eine fröhliche Schar motivierter junger Eisvögel hat sich am Samstagmorgen zu den Weihern aufgemacht. Beim Ankommen haben wir aufmerksam die Umgebung betrachtet und uns gegenseitig Rätsel gestellt über das Gefundene. Etwa: Ein Pflänzchen mit einem kurzen Stiel, geschlossener Blüte, die bei Sonnenschein goldgelbe Tupfen bildet am Waldboden… Das Märzenblümchen (Huflattich).
Beim Arbeiten helfen uns je zwei Mütter und Väter. Alle packen fleissig zu: Brombeerranken werden herausgezogen, und junge Bäumchen geschnitten, aufgesammelt und zu grossen Haufen aufgeschichtet.
Das alte Waldsofa wird mit frischen Pfosten versehen und mit frischen Zweigen neu gepolstert. Naturliebhaber können sich wieder gemütlich hinsetzen und die Wasserfläche beobachten.
Aus den Zweigen einer geköpften Weide haben wir an der Bergseite eine zusätzliche Sitzgelegenheit gebaut und geflochten.
Nicht nur das Arbeiten hat Spass gemacht, es war natürlich auch spannend, die vielen Laichballen der Grasfrösche anzuschauen!

Herzlichen Dank allen Helfern und besonders an die Eltern, die uns so toll unterstützt haben!

Raphael und Frank kämpfen mit den Brombeerranken

Wendelin mit der Säge an der Arbeit

Marius mit neuem Material für den Beobachtungsplatz

Ob wohl dieser Weidensitz einmal grün wird? Marius und Jacob

Nach getaner Arbeit hat es für alle Eisvögel Platz auf dem Sofa

Samstag, 18. Januar 2014

Wasservögel in Stein am Rhein

Vivian und Marius am Quiz.
Wie heisst der Vogel auf dem Titelbild des Ornis Junior? war die erste Frage vom Kreuzworträtsel zum Thema "Lachmöwe", das die Kinder schon im Zug auf den Morgen am Wasser einstimmte.
Wasservögel suchen...
Wie wir später erfahren sollten, gehört die Lachmöwe zu den Wasservögeln.







Was ist ein Wasservogel?  Dieser Frage gingen die acht "Eisvögel" mit ihren drei Leitern, um 9 Uhr am Rhein angekommen, nämlich nach.
Schnell haben die Kinder die Bilder sortiert, welche Vögel zu den Wasservögeln zählen und Patrick hat anschliessend sehr anschaulich mit ihnen die "Wasservogelmerkmale" besprochen:
Sogar einen richtigen Entenfuss hat Patrick dabei!

Er hat z.B. besondere Füsse mit Schwimmhäuten (Enten, Gänse, Schwäne, Möwen, Kormorane) oder Hautlappen (Blässhuhn, Zwergtaucher).
Sein Bauch, der immer im Wasser liegt, ist dicht gespickt mit Federn. Patrick zeigte den Kindern einen echten Entenbauch.

Simon am Vaselintest.


Die Federn werden gut eingeölt, damit das Wasser immer abperlt, wie wenn sich z. B. Simon die Hände gut mit Vaselin eincremt und das Wasser dann von den Händen in grossen Tropfen abperlt. 
Welcher Vogel macht hier eine Ausnahme mit einfetten? Genau das ist der Kormoran, denn Fett und die Luft darunter würden ihn am Tauchen hindern. Wie er die Flügel aufspannt, um sie trocknen zu lassen, konnten wir beobachten. 

Znünipause mit Ausblick auf den Rhein.
Beim Möwenfüttern.
Natürlich wollten wir auch sehen, wer sich so alles auf dem Wasser tummelt. Wir beobachteten Lachmöwen, Stockenten, Blässhühner, Reiherenten, Schnatterenten, Tafelenten und die kleinen munteren Zwergtaucher, Schwäne und den Kormoran. 

Beim "Wer bin ich Spiel" wurde die Artenkenntnis der Kinder grad getestet.
Und beim vergnügten "Schellentenspiel" konnten wir uns wieder etwas aufwärmen. 
Kormoran beim "Trocknen".
Der Kormoran mit aufgestellten Flügeln ist im Fernrohr.

Montag, 30. Dezember 2013

Das Jahresprogramm 2014 ist da!

Beat, Gabi, Katrin und Patrick sind fleissig gewesen und haben sich fürs Jahr 2014 neun tolle Anlässe ausgedacht. Was wir genau unternehmen werden, erfahrt ihr hier. 

Viel Spass beim Durchlesen und Vorfreuen - tragt euch die Daten am besten gleich in den Familienplaner ein!

Bis bald auf der ersten Exkursion im neuen Jahr,
Euer Eisvogel-Leiterteam

Sonntag, 8. Dezember 2013

Schlusshöck 2013

Schluss Höck in der Islerhütte

10 junge Naturschützer sind mit ihren Leitern am Samstagmorgen per Velo über die teilweise vereisten Wege zur Islikerhütte gefahren. Das Feuer hat bereits Wärme verbreitet und der Teekessel stand auf dem Ofen.


Sogleich haben die Kinder begonnen, mit viel Sorgfalt Sperrholztiere möglichst naturgetreu zu bemalen. Mit den Tieren haben wir uns nochmals ans vergangene Jahr erinnert: Z.B. an Grasfrösche und besonders an die Gelbbauchunke für die wir Teiche gegraben haben. Am Waldtag haben Kinder und Erwachsene gemeinsam ein „Insektenhotel“ gefüllt und neue Kästen für Fleder- und Haselmäuse gebaut. Während wir einen feinen Chlausznüni genossen, konnten die Figuren trocknen.Danach wurden die Tiere auf Stäbe geschraubt. Sichtlich stolz tragen die Kids ihre Schilder an die entsprechenden Standorte und stellen sie auf


Interessierte Waldbesucher können nun die Werke bewundern und im Frühjahr nach Unken, Fledermäusen und Wildbienen Ausschau halten.

Schon bald erscheint das Programm für 2014. Das Leiterteam wünscht allen eine schöne Adventszeit, Schnee für Weihnachten, ein frohes Weihnachtsfest und es guets Nöis.
                                                     








Dienstag, 5. November 2013

Im Sädelrain rechen



Dieses Jahr ist der Einsatz der Jungendgruppe im Sädelrain geplant worden, nachdem wir im 2013 im Tellenholz tätig waren. Zusammen mit den Erwachsenen Freiwilligen treffen wir uns um 08:30 an der Busendstation Oberseen und es kommen trotz des nassen Wetters 9 Eisvögel. Der Wettergott hat ein Einsehen mit uns und stoppt den Regen rechtzeitig.

Eifrig sammeln die Eisvögel die abgebrochenen Äste, die auf den gemähten Waldstücken liegen und machen so das Rechen leichter. Bald schon ergreifen sie die Initiative und schliessen sich den verschiedenen Erwachsenengruppen an, helfen die Blachen füllen und zu Tale ziehen. Streng aber auch lustig. Viele Grasfrösche sorgen für Unterhaltung beim Verschnaufen.




 
 Die Frage "warum wird der Wald gerecht?" können wir bald beantworten:
Blätter und Gras enthalten Nährstoffe, die entfernt werden. Zudem wachsen weniger Büsche und hohe Stauden, somit wird der Hang sonniger. Beides sind wichtige Voraussetzungen für den lichten Wald. einen Wald, der vielen Pflanzen z.B. auch Orchideen ihren Lebensraum zurück gibt. Früher als der Wald viel stärker genutzt wurde, um Schweine und Ziegen zu weiden und Laub für die Läger im Stall und für die Laubsäcke zu sammeln gab es den lichten Wald ja schon mal.

Das gute Znüni stärkt uns und so können wir noch Skizzen derjenigen Tiere erstellen, die wir dann das nächste Mal im Dezember für die Hinweistafeln brauchen. Dazu aber mehr im nächsten Blog.

.. müde aber zufrieden