Samstag, 28. September 2019

Baum und Pilz- eine Freundschaft an dünnem Faden

10 Kinder und 2 Mütter und 2 Leiterinnen treffen sich
an diesem schönen Herbstmorgen bei der Islerhütte

Verschieden Bodenarten erspüren und die Anzahl Tierli
in einem Liter Erde sehen.
Wow, dieser schöne Korallenpilz!

Bethania hat schöne Pilze entdeckt
Sucht Dominic wohl schon den Znüni?



Simon sucht nach der Mykorrhiza




Baum und Pilz tauschen wichtige
Nährstoffe aus.

Hier ist sie! Die feine Verbindung
zwischen Baum und Pilz




Spiel: Nährstoffe austauschen

Baumtelefon
Hallohallo: ich bin die Fichte und
hätte gern von dir etwas Mineralstoffe!
Viele schöne Pilze haben wir an diesem
Morgen entdeckt 






Sonntag, 1. September 2019

Haselmaus am Hulmen

Livia Haag vom Haselmausprojekt erklärt, was Bilchen sind


Zu den Bilchen gehören Haselmaus und Siebenschläfer. Sie sind  Nager wie zB die Mäuse, haben aber einen buschigen Schwanz und grosse Augen und machen einen langen Winterschlaf.

Gewicht der Haselmaus im Frühling und im Herbst.
Gewicht des Siebenschläfers im Frühling und im Herbst
 

Siebenschläfer und die kleine Haselmaus


Was frisst die Haselmaus alles?




Wer hat die Haselnuss angeknabbert? Überlegen Thiery und Thalia.  Die Haselmaus nagt ein Loch, das aussieht wie ein Sünneli.




Wir gehen zu den Spurentunnels. Die verschiedenen Spuren zu unterscheiden, braucht geschulte Augen.



Samstag, 22. Juni 2019

Wildbienen bekommen ein Haus in Oberseen

Wohnraum für Wildbienen

An diesem Samstag ist kein gutes Flugwetter für die Wildbienen, aber angenehme Temperaturen zum Arbeiten für die vier treuen und fleissigen Eisvögel, zwei Leiterinnen und Anne-Marie.
Auf einem grossen Stück Land soll Lebensraum für Tiere entstehen: Ein paar Obstbäume, eine Hecke, eine Blumenwiese, eine Buntbrache sowie Stein- und Asthaufen. Das ist eine Umgebung, wo für vielerlei  Wildbienenarten die Grundlagen zum Leben vorhanden sind. Sie finden hier Nahrung, Baumaterial und Nistplätze. 
In der Schweiz leben etwas mehr als 600 Bienen-Arten, darunter 1 Honigbiene. Wir lernen ein paar Typen kennen:
·      Hohlraum-Bewohner
·      Markstängel-Bewohner
·      Erdnister
·      Steilwand-Bewohner
·      Morschholz-Bewohner
Wir wollen heute die Wildbienen mit zusätzlichen Nisthilfen unterstützen.
Für unsere Arbeit liegt Vieles bereit: Eine alte Holzkiste mit Dach und Tablaren, neue Pfähle aus Akazienholz, ein Vorschlaghammer ein schwerer Pfahlrammer, diverses Werkzeug usw. Unsere Jungs und Anne-Marie packen kräftig zu bis alle Pfähle im Boden fest stehen und das Häuschen festgeschraubt ist.
Grosse Bündel von Holderzweigen und Schilf, Hozrugel und etwas Sand, Garten- und Astscheren liegen bereit, um die Nisthilfen vorzubereiten.
Die Mädchen füllen für Steilwand-Bewohner lehmigen Sand in ein Holzkistchen ein. Sie müssen ihn festklopfen und befeuchten.
Für Hohlraum-Bewohner schneiden wir Schilfstängel zu und binden sie zu kleinen Bündeln zusammen. Die Hohlraum-Bewohner benutzen auch Bohrlöcher in Laubholzstücken oder ausgehöhlte Holderstängel.
Die Markstängel-Bewohner benutzen „Wolkenkratzer“: Aufrechtstehende, markhaltige Stängel von Brombeerpflanzen oder Holderzweigen. Wir binden sie an die Pfähle des Häuschens.

Zum Schluss befüllen wir das Holzhäuschen mit all den vorbereiteten Nistmöglichkeiten. Vielleicht bieten auch die alten Dachziegel am Boden oder der trockene Boden unter der Betonhalbschale Lebensraum für einige Bienen. Nicht ganz ohne Stolz präsentieren wir unser Werk auf dem Abschlussfoto.



























Samstag, 11. Mai 2019

An der Tankstelle der Zugvögel – zu Besuch am Klingnauer Stausee

Für einmal führte uns eine Exkursion ganz weit weg, nämlich an den Klingnauer Stausee im Kanton Aargau. In dieser Oase aus Schilf, Flachwasserzonen, Schlick, Auenwald rasten im Frühling und im Herbst viele verschiedene Zugvögel aus Nordeuropa, Osteuropa und Russland auf ihrer Reise zwischen ihren Brutgebieten und ihren Überwinterungsgebieten in Afrika.
Mit dem Zug reisen wir via Winterthur, Zürich und Baden nach Döttingen und nutzen die Zugfahrt für eine erste Aufgabe: Jede/r zieht eine Karte und muss herausfinden, welcher Vogel auf der anderen Seite abgebildet ist. Zusätzlich soll man nachschlagen, wo die Vögel brüten und wo sie sind, wenn bei uns Winter ist.

In Döttingen malen wir zuerst mit Straßenkreide die Umrisse von Europa und Afrika auf den Boden und versuchen dann, "unsere" Vögel von den Karten dort hinzulegen, wo sie brüten. Einige Arten sind Standvögel, das heißt, sie sind das ganze Jahr über bei uns. Von unseren Kartenvögeln zählen Kohlmeise und Waldkauz dazu. Andere Vögel finden im Winter bei uns und in Nord- und Osteuropa keine Nahrung, weswegen sie die kalte Jahreszeit im Süden verbringen. Diese Vögel nennt man Zugvögel. Die Zugvögel kann man weiter danach unterteilen, ob sie südlich der Sahara überwintern (so genannte Langstreckenzieher, z.B. der Mauersegler), oder ob sie nur in den Mittelmeerraum fliegen (so genannte Kurzstreckenzieher, z.B. der Hausrotschwanz). Gemeinsam überlegen wir uns, welche Vorteile und Nachteile es haben kann, ein Zugvogel zu sein. Zu den Nachteilen gehören ganz sicher die vielen Gefahren, die unterwegs lauern: hungrige Greifvögel, tödliche Windkraftanlagen, Meere und Wüsten, wo man keine Nahrung findet, Jäger, schlechtes Wetter, hohe Gebirge und das Licht der Städte, dass die Vögel verwirrt. Es ist nicht leicht, ein Zugvogel zu sein! Trotzdem meistern alljährlich Millionen von Zugvögeln, erfolgreich zwischen den Kontinenten hin und her zu pendeln.

Ein besonders weitgereister Zugvogel ist der Mauersegler, der uns mit seinen Flugspielen begrüßt, ehe wir uns Richtung Stausee aufmachen. An der Aare sehen wir Gänsesäger und Reiherenten. An einem kleinen Bachlauf landet ein Eisvogel, den viele von uns wunderschön im Fernrohr beobachten können. Ganz in der Nähe entdecken wir eine Familie Stockenten mit sieben Jungen. Wir wandern einem leicht verwaldetem Schilfgebiet entlang und hören Mönchs- und Gartengrasmücke, einzelne Strophen der Nachtigall und den geschwätzigen Gesang des Teichrohrsängers. Nach diesen ersten Eindrücken sind wir hungrig und legen eine spontane, aber sehr ordentliche Znünipause am Weg ein:


Auf dem Acker ennet dem Bach wuseln die gelben Schafstelzen umher und verraten mit ihren dunkelblauen Köpfchen und gelben Kehlen, dass sie aus Skandinavien kommen. Wir wünschen ihnen viel Glück für die Weiterreise und gehen weiter. Bald weitet sich der Fluss und der Blick auf die Flachwasserzone des Klingnauer Stausees wird frei. Ein Rohrschwirl singt sein monotones Lied. Einzelne Schnatterenten, je ein Pärchen Krick- und Kolbenenten suchen gründelnd nach Nahrung oder ruhen sich aus. In der Ferne erkennen wir zwei Silberreiher.  Wir gelangen zu einem Beobachtungsturm, von wo aus wir zwar eine fantastische Aussicht auf die Region Klingnau haben, außer vielen Rauch-, Mehl- und einigen Uferschwalben aber nicht viel sehen. 


Zudem bläst der Wind so stark, dass wir im Restaurant Oase Zuflucht suchen müssen, das zugleich ein Reiterhof ist. Wir essen zu Mittag und können vom Mittagstisch einem Pferd beim Longieren zusehen.

Nachdem alle etwas Kleines "gchrömlet" haben, begeben wir uns wieder nach draußen. Auf den Zäunen und Pfählen rund um den Reiterhof rastet ein Pärchen Neuntöter, das sich wunderbar beobachten lässt. Wir sehen alle Merkmale des aparten Männchens mit der schwarzen Maske, der blaugrauen Kappe und der warmbraunen Oberseite und seines schlichteren Weibchens.

Zurück am Stausee suchen wir die Schlickflächen ab. Hier rasten, wie oft zu dieser Jahreszeit, so genannte Watvögel. Das sind kleine bis mittelgroße Wasservögel, die im Schlamm oder auf anderen Flächen im Übergangsgebiet zwischen Land und Wasser nach Nahrung stochern oder picken. Wir entdecken sieben Grünschenkel, drei Rotschenkel und als Besonderheit einen hübschen Alpenstrandläufer


Plötzlich zieht aber etwas Anderes unsere Aufmerksamkeit auf sich: Ein Fuchs watet im Wasser herum und stellt etwas ungeschickt den Stockenten nach. Diese fliegen aber nicht davon, sondern scheinen den Fuchs richtiggehend zu "zöikeln". Wahrscheinlich versuchen sie damit, ihn von den Entenjungen, die in der Nähe schwimmen, abzulenken. Wir verfolgen das Geschehen ganz aufgeregt und sind beeindruckt, wie mutig – oder blöd, wie man es auch sehen will – die Enten sind! Als wir weitergehen wollen, entdeckt Thierry plötzlich ein knapp hühnergroßes Ei, das wir nach einiger Recherche als Teichhuhnei bestimmen (ganz sicher sind wir uns aber nicht):

 
Wie das Ei abseits des Nestes landen konnte, bleibt uns ein Rätsel... Auf einem Feldweg spielen wir "Wahr oder falsch?": Zwei Gruppen stehen sich gegenüber, die Fitisse und die Sperber. Wenn eine Aussage von Annina oder Patrick richtig ist, jagen die Sperber die Fitisse (wie es im echten, wahren Leben ist) – ist sie falsch, müssen die Fitisse die Sperber zu erwischen versuchen. Zwischendurch fliegt ein Weißstorch über den Stausee; leider verpassen ihn die meisten. 


Ausgetobt wandern wir seeabwärts Richtung Stauwehr. Aus dem Schilf hören wir den lauten Drosselrohrsänger, einen weiteren Rohrschwirl und beobachten auf dem See eine hübsche Brandgans und die Lachmöwen mit ihren schokobraunen Köpfen. Bald erreichen wir das Wehr und sehen und hören die Fluten, die tosend in die Tiefe stürzen. Ganz in der Nähe wird die Aare in den Rhein fließen. 

Der letzte Teil der Wanderung führt uns zum Bahnhof Koblenz, wo wir den Zug heimwärts besteigen. Wir sind vom Wind, den vielen Eindrücken und der langen Wanderung so müde, dass einige von uns im gemütlichen Zugabteil mit dem Schlaf kämpfen. Zu Ende geht ein wunderschöner Exkursionstag mit vielen schönen Zugvögeln und einer begeisterten Beobachterschar. Annina Bürgi danken wir an dieser Stelle vielmals für ihren spontanen Leitereinsatz!

Samstag, 6. April 2019

Köcherfliegenlarven in unsern Weihern

Was kriecht hier auf dem Weihergrund?
Nach einer klaren Aprilnacht ist der Morgen zwar frostig aber sonnig. Gabi und Kathrin treffen 10 Eisvögel und ein Mami am Besammlungsort. Wir fahren mit den Velos ein Stück weit in in den Eschenbergwald hinein und parkieren unsere Räder. Auf dem kurzen Weg zu unseren Weihern bekommen wir eine Aufgabe: Finde ein Pflänzchen, das den Frühling ankündet und versuche aus den vielerlei Vogelstimmen eine bekannte herauszuhören. 
Die Teilnehmer finden Blumen wie: Veilchen, Schlüsselblumen, Sauerkleeblümchen und Buschwindröschen. Auch einige Kräuter und Sträucher haben bereits junge Blätter: Schachtelhalme, Wasserminze, roter Holunder, Buche, Geissblatt…
Von den Vögeln haben wir den Zilpzalp sicher erkannt und die Ringeltaube. Gabi macht uns aufmerksam auf das feine, hohe Pfeifen des Goldhänchens.
Nun sind wir gespannt darauf, ob wir das Tierchen von der Einladung, (das im Wasser lebe und ein Insekt sei und später fliegen könne) tatsächlich finden können im Weiher und ob es bei diesen kühlen Temperaturen aktiv ist. Es braucht einen kurzen Moment der Ruhe, wo man am Ufer kauert und den Weiherboden beobachtet. Dann fällt es auf: Da bewegt sich Einiges! Es sieht aus, wie wenn Pflanzenstücklein herumkriechen würden. Rasch haben wir ein paar dieser Lebewesen herausgefischt und können sie in der Becherlupe in Ruhe beobachten: Die Larve, die in einem Köcherlebt und später eine Fliegewird, eben die Köcher-Fliegen-Larve.Sie baut sich einen Köcher und verwenden dafür Material, das sie auf dem Weiherboden findet: Kleine Steinchen, Stücklein von Schilfrohr oder Blättern und ähnliches. Nach dem Beobachten des Kopfes, der Beinchen und dem Köcher entstehen Skizzen und Zeichnungen.
Nach einer Pause mit Bewegung und Znüni versuchen wir mit Stecklein, Draht, Gips und vor allem Naturmaterialien selber eine Köcherfliegenlarve zu basteln. 
Dem Frühling auf der Spur
Es gmüetlichs Plätzli
Marius hat eine schöne Larve im Becher
Hier krabbeln die Köcherfliegenlarven herum
Und es entstehen lustige Zeichnungen
Mia May bekommt einen Köcher
auch auf dem Rücken
Florenz am schnitzen
Diese Larve hat einen schönen Köcher bekommen
Vincent macht einen schönen Köcher